Tag der Arbeit - Tag der Langeweile - Aude-Vivere
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Tag der Arbeit – Tag der Langeweile

Tag der Arbeit – Tag der Langeweile

Arbeit wird überschätzt. Ich plädiere für einen Tag der Langeweile. In einer langen Weile erleben wir uns. Pur. Mit unseren Gefühlen. Unseren Gedankenfluten. Unserer Unruhe und Ungeduld. Und das ist gut. Wir werden nicht mehr bestimmt von Anforderungen. Von Erwartungen. Sind nur noch wir selbst. – Ein Tag der Langeweile hieße: sich sich widmen. Sich Zeit für sich nehmen. Sich mit sich verabreden. Sich ernst nehmen. Sich wertschätzen.

Das geht mit einem achtsamen Spaziergang. Mit Yoga. Mit Tagebuch. Mit Zeichnen. Mit Gar-Nichts-Tun.

Klingt das nicht wie eine Aufforderung zur Faulheit? Oder wird Arbeit überschätzt? Hat nur, wer arbeitet, auch Bedeutung? Und hat der, der keine Arbeit hat, auch keine Anerkennung mehr und verliert auf Dauer seinen Selbstwert? Identifizieren wir uns vielleicht auch viel zu oft oder viel zu sehr über die Arbeit? Über Erfolg? Über Erwartungen anderer? Und lassen uns dadurch ausnehmen? Verlieren wir uns arbeitend mitunter selbst aus dem Blick?

Arbeit dient dem Lebensunterhalt. Arbeit kann Sinn vermitteln – aber: nicht allein die Arbeit macht das Leben sinnvoll.

Langeweile kann so zum Experiment werden wahrzunehmen, was passiert, wenn nichts passiert. Insofern kann Langeweile echt spannend werden…