Mit Yoga Betonköpfe gestalten? - Aude-Vivere
4902
post-template-default,single,single-post,postid-4902,single-format-standard,theme-bridge,bridge-core-3.1.5,qi-blocks-1.2.6,qodef-gutenberg--no-touch,woocommerce-no-js,qode-page-transition-enabled,ajax_fade,page_not_loaded,,columns-4,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-30.3.1,qode-theme-bridge,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-7.5,vc_responsive
 

Mit Yoga Betonköpfe gestalten?

Mit Yoga Betonköpfe gestalten?

„Betonköpfe gestalten und Yoga betreiben“, so titelte die Augsburger Allgemeine der letzten Woche, um für ein VHS-Programm zu werben. Dieses Formulierungsungetüm sollte wohl die Angebotsbreite der VHS darstellen, weist aber unfreiwillig auf eine geniale Idee hin, nämlich Betonköpfen – also sturen, unverbesserlichen Menschen – mehr Flexibilität und Plastizität zu ermöglichen. Und das mit Yoga. Gut, man könnte meinen, da fange man ja gleich mit dem Ergebnis an. Denn wer sich auf Yoga einlässt, ist ja schon kein unflexibler Mensch mehr.

Aus den Erfahrungen im Kontakt mit Menschen, die etwa durch Ängste eher rigide und starr sind, oder auch durch Yoga am Arbeitsplatz, wo Menschen sich etwa durch Vorurteile eher skeptisch und abweisend mit einem Yoga-Angebot konfrontiert sehen, weiß ich, dass erste Übungen des Yoga bereits neugierig und offen machen können für neue Erfahrungen. Und das wiederum kann auf längere Sicht sogar zu einer besseren geistigen Performance führen. Denn wir wissen heute, dass Übungen des Gleichgewichts, besonders asymmetrischer Bewegungen über die Körperhälften hinaus oder auch einfach Achtsamkeitsübungen und Atemlenkung die Plastizität des Gehirns signifikant, also nachweislich, fördern.

Und so können sich aus „Betonköpfen“ noch umsichtige und aufmerksame Menschen entwickeln. Das schafft nicht sofort den Weltfrieden, fördert aber vielleicht den häuslichen Frieden.