"Machs wie Gott - werde Mensch!" - Aude-Vivere
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„Machs wie Gott – werde Mensch!“

„Machs wie Gott – werde Mensch!“

 

 

Ja, es ist ein alter Sponti-Spruch aus den 80er Jahren. Aber nicht der schlechteste. Menschwerdung ist nicht selbstverständlich. Wir verlieren uns schnell in ein flaches Oberflächenbewusstsein. Darin fühlen wir uns mal als Getriebene (nicht nur im Adventsrausch) mal als Gefangene in Banalitäten (nicht nur bein Fernsehen).

Unsere menschliche Intelligenz hat ihre Stärke aber in der Ermöglichung eines Weges nach innen wie eines bewussten Kontaktes zur Außenwelt und sogar eines bewussten Bezugs über die Zeit. Das hat uns evolutionäre Vorteile verschafft. Wir können uns vorstellen, wie sich andere Menschen fühlen und verhalten werden (und sie deshalb wertschätzen oder täuschen), wir können planen und Zukunft gestalten – und können leider auch die Erfahrung von Diskrepanzen machen, von Unstimmigkeiten zwischen dem, was ist, und dem, was uns gut täte.

Hiermit spiele ich nicht ausdrücklich auf religiöse Phänomene an, obwohl für viele Menschen Erfahrungen von Stimmigkeit und Sinnerfahrung als religiöse Erfahrungen erlebt werden (nicht nur im Advent). Mir kommt es darauf an, jetzt im Advent daran zu erinnern, dass Menschwerdung als eine Form achtsamen Innehaltens erfahren werden kann, um daraus in einer gesammelten und stimmigen Haltung ins Außen zu treten.

Achtsamkeitsübungen, Besinnungen, Meditation und Reflexion – das alles können Wege sein, zu sich zu kommen, ohne andere auszuschließen.